5% Totalbesteuerung: Wohnsitz London und Firmensitz Malta machen es möglich

Wer in UK ans Non-Dom-Steuerzahler registriert ist muss bei richtiger Gestaltung Dividenden aus der Malta-Gesellschaft nicht versteuern. Resultat: 5% Total-Steuerbelastung

Diese Seite ist Teil unserer Serie zum Schwerpunktthema Malta 

Wer aus Deutschland oder Österreich „ausflaggen“ möchte und nach einem alternativen, steuergünstigen Wohnsitz im Ausland sucht, der sollte über die wenig bekannte London-Malta-Lösung nachdenken.

Wer als Ausländer in London wohnt und seine Geschäfte ganz oder zum Teil über eine Gesellschaft auf Malta abwickeln kann, der wird auf daraus resultierende Gewinne mit einer Totalbesteuerung von 5% belastet. Und zwar ganz legal, ohne Grauzone und rechtliche Unsicherheit.

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Die London-Malta Lösung im Überblick

Eine mögliche Steuerersparnis allein ist für die wenigsten Menschen Motivation genug, den Wohnsitz ins Ausland zu verlagern. Für viele ist ein Wohnsitzwechsel ins Ausland ein zu radikaler Schritt. Es gibt im Leben bekanntlich viele Dimensionen und Perspektiven. Da kann man nicht alles ausschließlich im Hinblick auf die Steueroptimierung betrachten.

Wer sich allerdings auch unabhängig von der Frage der Besteuerung eine Wohnsitzverlagerung ins Ausland vorstellen kann, für den ist das Ausflaggen nach England in Kombination mit einer Gesellschaft auf Malta eine der steuergünstigsten, legalen EU-Gestaltungsmöglichkeiten überhaupt. Eine Totalbesteuerung von 5% auf Unternehmensgewinne und Gewinnausschüttungen ist nicht nur möglich, sondern die Regel.

Bedingung ist natürlich, dass in Malta eine Gesellschaft mit einer ordentlichen Betriebsstätte etabliert wird (keine Briefkastenfirma etc). Bedingung ist selbstredend auch, dass der Umzug nach England wirklich vollzogen und gelebt wird (keine Postadresse usw). Dazu aber später mehr.

Im Rahmen der hier besprochenen Gestaltung machen Sie sich zwei Regelungen zu Nutze:

  • Die britische Non-Domiciled / Remittance Base Besteuerung: Für in England lebende Ausländer sind ausländische Kapitalerträge steuerfrei. In England muss nur Einkommen aus UK-Quellen besteuert werden bzw. Auslandserträge, die nach UK überwiesen werden.
  • Die maltesische Tax Refund Regelung: Eine maltesische Kapitalgesellschaft bezahlt 35% Körperschaftsteuer. Nicht-maltesische Gesellschafter erhalten aber 80% davon innerhalb von zwei Wochen zurückerstattet. Somit liegt der effektive Körperschaftssteuersatz bei 5%.

Unsere Kanzlei hat über viele Jahre das nötige Fachwissen zum britischen und maltesischen Steuersystem aufgebaut und kann Sie zu allen Aspekten rund um die London-Malta-Lösung beraten und natürlich auch die Umsetzung entsprechend fachmännisch begleiten.

Für wen eignet sich die London-Malta Lösung? Und für wen nicht?

Die London-Malta-Lösung eignet sich vor allem für Mandanten, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • Große persönliche Flexibilität: Sie sind persönlich nicht zu stark an Ihre Heimat gebunden und auch Ihre Familie hat mit einem Wegzug ins Ausland kein Problem.
  • Bereits gegebene internationale Ausrichtung: Sie haben bereits Business im Ausland, Ihre Tätigkeit ist bereits international ausgerichtet.
  • Geringe Ortsgebundenheit: Ihr Unternehmen ist nicht ortsgebunden. Sie haben kein Ladengeschäft. Es handelt sich z.B. nicht um eine Gebäudereinigung oder ein Restaurant. Ideal sind z.B. virtuelle Unternehmen im Bereich Marketing, SEO, PR etc. Eine laufende Präsenz vor Ort beim Kunden in Deutschland und Österreich ist nicht notwendig.
  • Hohe Profitabilität des eigenen Unternehmens: Ein Wegzug ins Ausland und eine Betriebsverlagerung ins Ausland sind mit Kosten und Aufwänden verbunden. Besonders Sinn macht ein solcher Weg daher vor allem dann, wenn Ihr Unternehmen hochprofitabel ist. Ein geringer Steuersatz ist ein Hebel: Je höher das Einkommen bzw. der Gewinn, desto größer die Wirkung. Bei einem geringen Gewinn und geringem Einkommen spielt der Steuersatz letztlich eine untergeordnete Rolle.
  • Affinität zu London/England bzw. Malta: Sie haben ohnehin eine Schwäche für England und/oder Malta und wollten das Leben dort schon immer erleben. Ihnen gefallen die „feine englische Art“ und eine gewisse Schrulligkeit der Engländer.
  • Anpassungsfähigkeit an lokale Gegebenheiten: Hand aufs Herz: Es gibt wenige Länder auf der Welt, deren Lebensstandard und Lebensqualität so hoch sind wie in Deutschland und Österreich. England und Malta sind, gelinde gesagt, „anders“. Wer damit gut umgehen kann und anpassungsfähig ist, wird damit kein Problem und sogar Spaß haben.

Weniger geeignet jedoch erscheint die London-Malta-Gestaltung für Mandanten, auf die einer oder mehrere der folgenden Sachverhalte zutreffen: 

  • Widerstand in der Familie: Ihre Familie spielt nicht mit, Sie haben z.B. schulpflichtige Kinder, die Sie nicht aus dem gewohnten Umfeld entfernen wollen.
  • Persönliche Ortsgebundenheit: Sie sind stark an Deutschland/Österreich gebunden. Ein Beispiel sind chronisch Kranke, die laufend zu Arztbesuchen zu Ihrem Arzt in Deutschland bzw. Österreich müssen.
  • Geschäftliche Ortsgebundenheit: Sie haben ein traditionelles Unternehmen, z.B. einen Handwerksbetrieb, der zwingend in der Heimat verankert ist.
  • Unternehmen noch nicht in der Gewinnzone: Ihr Unternehmen hat die Gewinnzone noch nicht erreicht bzw. diese ist nicht kurzfristig absehbar.

Verlagerung eines bestehenden Betriebes nach Malta oder Neuaufbau eines Betriebes – was ist besser?

Die Verlagerung eines Betriebes ins Ausland kann leicht ungewollte Aufmerksamkeit und steuerliche Negativwirkungen nach sich ziehen (Funktionsverlagerung ins Ausland, Wegzugsbesteuerung etc).

Daher ist es stets vorzuziehen, einen komplett neuen Betrieb auf Malta zu etablieren. Dieser kann unter anderem dazu verwendet werden, um

  • internationales Geschäft vom deutschen/österreichischen Betrieb nach Malta auszulagern,
  • neue Märkte bzw. Geschäftsfelder zu bearbeiten, die bisher noch nicht abgedeckt wurden,
  • als Lieferant/Subunternehmer für den bestehenden Betrieb tätig werden oder aber
  • eine ganz neue unternehmerische Tätigkeit zu entfalten.

Es ist in den meisten Fällen also in der Tat am besten, den Betrieb zu Hause weiter zu betreiben, wenn auch in reduzierter Form.

Selbstverständlich kann auch ein ganzer Betrieb nach Malta verlagert werden. Rechnen Sie diesbezüglich aber mit einem relativ hohen Umstrukturierungsaufwand und ggf. mit einmaligen steuerlichen Negativwirkungen.

Wie funktioniert ein Betriebsaufbau auf Malta konkret?

Wir wissen, dass es in Ihrem Interesse ist, möglichst schnell zu starten. Sie können daher versichert sein, dass Sie mit der London-Malta-Lösung auch dann starten können, wenn Sie noch keine eigenen Geschäftsräume und kein eigenes Personal auf Malta haben.

Ihre Gesellschaft wird zunächst im Büro unserer Partnerkanzlei domiziliert, so dass Sie genügend Zeit haben, sich um die vorzubereitenden Arbeiten zu kümmern und den Betrieb aufzubauen. Ohne weiteres kann die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt schon Umsätze generieren. Idealerweise schaffen Sie es in den ersten 12-18 Monaten sich auf Malta einzurichten.

Allgemeine Atmosphäre & Geschäftsklima

Wenn Sie noch nicht auf Malta waren, müssen Sie sich die allgemeine Atmosphäre und das Geschäftsklima wie eine Mischung aus Sizilien und London vorstellen. Die Mentalität der Inselbewohner ist auf der einen Seite durch und durch mediterran (mit allen Vorteilen und Nachteilen).

Auf der anderen Seite wird Englisch gesprochen und das Geschäftsklima zeichnet sich durch die typische „Hands-On“-Mentalität der angelsächsischen Kultur aus. Von italienischem oder französischem Bürokratiebedürfnis ist auf Malta relativ wenig zu spüren. Man ist daran interessiert, einen guten Service zu erbringen und es für alle Parteien möglichst einfach zu machen.

Beispiel: Wenn Sie ein Büro anmieten, werden Sie nicht mit einem Credit-Check, 20 Formularen und einer überbordenden Bürokratie aufgehalten. Sie treffen den Vermieter, einigen sich auf den Preis, unterzeichnen einen Vertrag und bezahlen einen Monat Kaution und eine Monatsmiete. Das war’s.

Geschäftsräume

Auf Malta gibt es ein großes Angebot an Büroräumen zu günstigen Preisen. Rechnen Sie für ein passables Büro für 4-5 Mitarbeiter mit einer Monatsmiete von €600 bis €800.

In einer exklusiven Lage (z.B. ein altes Palazzo in Valletta) bezahlen Sie vielleicht €2,000 Miete im Monat. Wir sind gut vernetzt mit kompetenten Maklern und können jederzeit eine Besichtigung für Sie organisieren.

Personal

Malta hat rund 400,000 Einwohner. Die Arbeitslosigkeit geht gegen Null. Trotzdem wird es relativ einfach für Sie sein, auch internationales und deutsches Personal auf Malta zu rekrutieren, zumindest, wenn kein Spezial-Know-how erforderlich ist. Es kommen laufend Ausländer auf der Insel an. So leben z.B. alleine 7,000 Schweden auf Malta.

Gehälter sind im Vergleich zur EU relativ niedrig. Die höchsten Einstiegsgehälter werden von Internet-Wettseiten bezahlt. Diese bezahlen an Kundendienstmitarbeiter ca. €20,000 im Jahr. Üblicherweise bezahlen ausländische Arbeitgeber anderer Branchen Einstiegsgehälter von €15,000 pro Jahr. Maltesische Arbeitgeber bezahlen oft nur €12,000 pro Jahr.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Aufbau eines kleinen Betriebes in Malta relativ zügig und mit relativ niedrigen Unkosten umgesetzt werden kann.

Damit die steuerliche Gestaltung nicht angreifbar ist, sollten Sie mittelfristig mit einem Büroraum und mindestens ein bis zwei Mitarbeitern rechnen.

Planung und Umsetzung Ihres Umzuges nach England, sowie laufende Einkommensplanung aus steuerlicher Sicht

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg der London-Malta-Lösung ist, dass Sie Ihre laufende Einkommenssituation sinnvoll gestalten und den Umzug diesbezüglich sorgsam vorbereiten. Folgende Aspekte sind zu beachten.

Vor dem Umzug: Einkommen in England

Zunächst muss geklärt werden, wie die Lebenshaltungskosten in England gedeckt werden sollen. Wie bereits angesprochen, gilt die Non-Domiciled-Regelung nur für Einkommen, das im Ausland generiert wird und auch im Ausland verbleibt. Einkommen, das Sie nach England ausschütten und/oder in England ausgeben, muss auch in England versteuert werden.

So ergeben sich drei Möglichkeiten zur Planung der Lebensunterhaltskosten:

  1. Sie leben in England von Ihrem bereits ersparten Vermögen. Dieses ist ja bereits versteuert und muss so nicht mehr versteuert werden. Ggf. macht es Sinn, einen Teil des Ersparten vor dem Umzug nach England zu überweisen.
  2. Sie melden über uns eine englische Gesellschaft an und lassen sich bei dieser anstellen. Das Gehalt wird in England versteuert.
  3. Sie lassen sich Teile Ihrer maltesischen Gewinne nach England auszahlen und versteuern diese in England.

Welche der drei genannten Lösungsansätze am besten auf Sie zutrifft und ob ggf. eine Kombination der gegebenen Gestaltungsmöglichkeiten für Sie Sinn macht, lässt sich am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch besprechen.

Vor dem Umzug: Einkommen zu Hause

In Ihre Planung sollte mit einfließen, was mit Ihren bestehenden Einkommensquellen in Deutschland bzw. Österreich passieren wird.

Sie werden für manche Einkommensklassen nach wie vor zu Hause steuerpflichtig sein. So werden beispielsweise Einkommen aus Vermietung und Verpachtung immer nach dem Gelegenheitsprinzip versteuert (also am Standort der Immobilie).

Wer Anteile an einer deutschen Kapitalgesellschaft hält, muss deren Gewinnausschüttungen auch weiterhin in Deutschland versteuern. Die Nom-Domiciled-Regelung gilt hier nicht. Das gleiche trifft auch für Dividenden aus Schweizer Gesellschaften zu.

Umzugszeitpunkt

Der Umzug kann zu jeder Zeit erfolgen. Es gibt diesbezüglich keine Ideallösung.

Auch wenn es so aussieht, als wenn ein Umzug zum neuen Steuerjahr besonders viel Sinn macht, ist dem in der Realität nicht so. Ziehen Sie um, wenn Sie Ihre Vorbereitungen abgeschlossen haben.

Nach dem Umzug

Sie werden nach dem Umzug hauptsächlich Gewinnausschüttungen/Dividenden Ihrer maltesischen Gesellschaft erhalten. Diese Beträge müssen zur optimalen steuerlichen Gestaltung großteils im Ausland verbleiben. Eine Auszahlung nach England bedingt eine Besteuerung in England.

Idealerweise richten Sie sich ein Konto bei einer ausländischen Bank ein, auf welches die Dividenden einbezahlt werden. Sie können über Ihr Dividendenvermögen weltweit verfügen und es nach Belieben investieren und ausgeben – eben nur nicht in England (außer Sie versteuern entsprechende Beträge).

Auch wenn es keine festen Vorschriften dazu gibt, wann die maltesische Gesellschaft Gewinne an Sie ausschütten kann, so ist ein gewisses Augenmaß sicherlich von Nöten. Die Gewinnausschüttung sollte nicht häufiger als quartalsweise an Sie erfolgen. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Einkommensplanung.

Es muss nicht London sein

Natürlich müssen Sie nicht in London leben, um die hier beschriebene Gestaltung umzusetzen. Der ganze UK steht Ihnen offen.

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die meisten Mandanten sich am Ende doch in London niederlassen, weil die Anbindung, die geschäftlichen Möglichkeiten und das, was die Stadt zu bieten hat, im UK schwer zu überbieten ist.

Häufige Fragen rund um Steuern, Firmengründung & Wohnsitznahme in Malta (FAQs)

Wir haben über 150 der häufigsten Fragen und Antworten (FAQs) zum Thema Steuern, Firmengründung und Wohnsitznahme in Malta in unserer Wissensdatenbank für Sie zusammengestellt. Bitte klicken Sie hier, um zu unserer Knowledge Base zu gelangen. Finden Sie Ihre persönlichen Fragen dort nicht beantwortet, raten wir Ihnen zur Buchung eines kostenpflichtigen telefonischen Beratungsgesprächs.

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Dabei ist es nicht unüblich, dass man irgendwann an einen Punkt gelangt, ab dem die Verwirrung zu – und die Klarheit abnimmt. Es sind einfach zu viele Gesichtspunkte gleichzeitig zu berücksichtigen. Die Ausgangslage ist komplex.

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