Welcher US-Bundesstaat ist der beste Standort für mein Unternehmen in den USA?

Diese Seite ist Teil unserer Serie zum Schwerpunktthema USA

Hinweis zur US-Steuerreform: Bitte beachten Sie unsere Einlassungen zum Tax Cuts and Jobs Act of 2017, mit dem US-Unternehmen ab sofort massiv steuerlich entlastet werden.

Wer ein Unternehmen in den USA gründen will, stellt sich ziemlich schnell die Frage, in welchem US-Bundesstaat das Unternehmen seinen Sitz haben soll. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander und nicht selten spielen emotionale Faktoren eine wichtigere Rolle, als Fakten.

Meine Meinung ist: Sie sollten die Frage des besten Unternehmensstandortes bzw. US-Bundesstaates komplett auf Basis praktischer und betriebswirtschaftlicher Überlegungen entscheiden. Es macht keinen Sinn, in Wyoming ein Unternehmen nur deswegen anzusiedeln, weil es dort keine Körperschaftssteuer auf Bundesstaatsebene gibt. Sicher, wenn Sie ein Rancher sind, ist Wyoming schon schön. Aber wenn es um gute Erreichbarkeit, Präsenz, Nähe zum Markt, Rekrutierung von gutem Personal etc. geht, haben solche Standorte einen klaren Nachteil.

Beginnen Sie damit, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wo gefällt es mir am besten?
  • Wo befinden sich meine Kunden?
  • Nützt mir die Präsenz vieler anderer Player meiner Branche (Silicon Valley, Wall Street)?
  • Wo finde ich Mitarbeiter?
  • Welches Image will ich der Außenwelt mit meiner Standortwahl präsentieren?
  • Wie gut ist der Standort erreichbar? Von Europa? Aus den USA?
  • Stehen die Standortkosten (Mieten, Löhne etc.) im Verhältnis zu meinen erwarteten Erträgen?

Ich behaupte, dass 90% aller Unternehmen durch die Beantwortung dieser einfachen Fragen die richtige Standortentscheidung treffen können.

Die restlichen 10% stellen meiner Erfahrung nach Sonderfälle dar, die wir weiter unten behandeln.

Auf dieser Seite

Registersitz und/oder Verwaltungssitz?

Es ist in den USA durchaus üblich, besonders bei größeren Unternehmen, dass die Gesellschaft den Registersitz in einem Bundesstaat hat, der eigentliche Firmen bzw. Verwaltungssitz sich aber in einem anderen Staat befindet.

Gutes Beispiel: Facebook. Meines Wissens ist Facebook eine C-Corp, die in Delaware registriert ist. Aber wir wissen alle, dass Facebook vom Silicon Valley aus arbeitet und dort den Verwaltungssitz hat. Viele US-Gesellschaften wählen Delaware als Registersitz, weil Delaware im Kontext der Konzern-Rechtsprechung in den USA den besten Ruf hat und aufgrund seiner langen Rechtstradition auf viele Präzedenzfälle im Case-Law verweisen kann.

In diesem Fall gilt also kalifornisches Steuer- und Handelsrecht, aber da Haftungsfragen ein Aspekt des Gesellschaftsrechts sind, werden diese am Registersitz verhandelt und entschieden.

Inwieweit dies bei einem kleineren Unternehmen eine Rolle spielt, lasse ich jetzt einmal dahingestellt. Wir sprechen im Kontext dieser Seite über den Verwaltungssitz, d.h. den eigentlichen Standort. Ob hier dann eine lokale Gesellschaft angemeldet wird oder eine Gesellschaft aus einem anderen Bundesstaat, lässt sich am besten während der Erkundungs- und Konzeptionsphase Ihres Vorhabens klären.

Müssen Gesellschaften in Delaware und Navada wirklich keine Steuern bezahlen?

Auf dieser Seite erfahren Sie zu mehr zur Besteuerung von US-Corporations.

Wenn Sie sich mit der Gründung einer US-Gesellschaft näher beschäftigen, stoßen Sie hinsichtlich des besten Sitzstaates schnell auf die US-Bundesstaaten Delaware und Nevada. Dabei wird Ihnen vermutlich der Eindruck vermittelt, dass Corporations in diesen beiden Staaten besondere Vorteile, vor allem steuerlicher Art, genießen.

Dies ist allerdings ein Mythos. Es ist korrekt, dass sehr viele US-Gesellschaften in Delaware und Nevada gegründet werden. Sicherlich ist die Gründung in beiden Staaten besonders einfach und schnell und auch der laufende Verwaltungsaufwand ist in beiden Staaten besonders gering.

Allerdings bieten weder Corporations in Delaware noch Nevada besondere Steuervorteile. Delaware erhebt sogar eine relativ hohe Körperschaftssteuer. Zwar erhebt Nevada in der Tat keine Körperschaftssteuer, aber die sehr viel höhere Steuer auf Ebene auf Bundesebene wird trotzdem fällig. Daher wird Nevada auch bedingt von uns empfohlen, allerdings lassen sich letztlich die gleichen Steuervorteile auch in anderen Bundesstaaten realisieren.

Tatsächlich raten wir den meisten Mandanten davon ab, ihre Corporation in Delaware und Nevada zu gründen – gerade wegen des oben erwähnten Rufes, den beide Sitzstaaten haben. Eine Gesellschaft in einem anderen Bundesstaat erweckt einfach weniger Aufsehen.

Sonderfälle

Tatsächlich gibt es bei der Standortfrage im einen oder anderen Fall auch sehr ernstzunehmende externe Faktoren, welche Sie in Ihrem Handlungsspielrau, beeinflussen. Auf drei diese Sonderfälle gehen wir hier ein.

Sonderfall 1: Großunternehmen

Wenn Sie ein Großunternehmen in den USA gründen wollen, hundert Arbeitsplätze schaffen möchten und planen, mehrere Millionen in den Standort zu investieren, macht es auf jeden Fall Sinn, sich über Subventionen Gedanken zu machen. Diese gibt es in den USA in Hülle und Fülle.

Ein sarkastisches Sprichwort zu diesem Widerspruch (Kapitalismus und öffentliche Förderungen) sagt: „Socialism for the rich, capitalism for the poor.“

Texas ist der Staat, der die meisten Fördermittel bezahlt. Dieser Artikel aus der New York Times von 2012 beziffert die Subventionen im Detail. Hier ein daraus stammendes Schaubild zur Situation in Texas. Daraus können Sie auch gleich die Art der Subventionen ersehen, die von den Bundesstaaten üblicherweise bezahlt wird. Nämlich vor allen Erstattung der Umsatzsteuer, der Gemeindesteuer und Erlass der bundesstaatlichen Körperschaftssteuer.

Sonderfall 2: Spezialbranche (z.B. Marihuana-Produkte, Nahrungsergänzungsmittel etc.)

Wer in einer Spezialbranche tätig ist wie die oben genannten, ist in der Standortauswahl beschränkt, denn diese Themen sind alle auf Bundesstaatsebene geregelt.

Das Gleiche gilt im Übrigen für Versicherungen und Finanzdienstleister, ebenso wie für Hersteller bzw. Händler von bestimmten Medikamenten. Wenn Sie also in einer Branche tätig sind, die bekannt für ihre Regulierungswut ist, muss dieser Gesichtspunkt bei der Standortauswahl besonders gewichtet werden.

Sonderfall 3: Visa/Green Card (z.B. EB5)

Eine der Bedingungen für ein EV5 Visum ist, dass sie entweder $1.000.000 in irgendeinen US-Betrieb investieren oder aber nur $500.000 in einen ländlichen Betrieb.

Wer die letztere Option für sich wählt, ist zwangsläufig bei der Standortauswahl eingeschränkt. Hier muss die Visaplanung also im Vordergrund aller weiteren Überlegungen stehen. Folglich geht es hier um die Frage, in welcher ländlichen Gegend Ihre Investition am erfolgsversprechendsten ist.

Sonderfall 4: Übernahme eines Unternehmens

Wer die Übernahme eines Unternehmens plant, bei dem sollte die Wahl des richtigen Übernahmekandidaten im Vordergrund stehen und weniger, wo sich dieser befindet (solange der Standort nicht den strategischen geschäftlichen Erfolg beeinträchtigt).

Ein gutes Unternehmen in einem „schlechten“ Sitzstaat ist auf jedem Fall einem schlechten Unternehmen in einem „guten“ Sitzstaat vozuziehen.

Von uns empfohlene Sitzstaaten & Standorte

Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte die Standortauswahl in den USA in erster Linie von betrieblichen Faktoren bestimmt werden. Wo befinden sich meine Kunden? Wo finde ich das geeignete Personal? Welcher Standort passt zu meinem Image? Gibt es für meine Branche einen Hub? Was gefällt mir als Unternehmer am besten?

Wir unterstützen Sie beim US-Unternehmensaufbau an jedem Ort in den USA. Für unser Angebot spielt der Standort Ihres Unternehmens keine Rolle.

Wenn Sie mich allerdings nach einer Standort-Empfehlung fragen, schlage ich eine der folgenden sechs US-Metropolen vor. Diese habe ich nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewählt wie Erreichbarkeit aus Europa, wirtschaftliche Bedeutung oder allgemeine Attraktivität bei Mandanten.

Ich selbst kenne jede dieser Städte recht gut. Ich habe in zwei der von uns vorgeschlagenen Städte mehrere Jahre gelebt und kenne die restlichen Standorte von etlichen Besuchen.

An allen Standorten verfügen wir über das notwendige Netzwerk zu lokalen Steuerberatern, Rechtsanwälten, Virtual Office Providern usw.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Standorte vor:

Austin, Texas

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Austin ist die Hauptstadt von Texas und die am schnellsten wachsende Großstadt in den USA. Ich selbst habe drei Jahre in Austin gelebt und wenn es nach mir geht, werde ich dorthin auch zurückkehren.

Austin ist dabei, sich zu einem zweiten Silicon Valley zu entwickeln. Dell kommt aus Austin. IBM, Facebook, Google, Apple und etliche anderen Tech-Giganten haben inzwischen sehr große Niederlassungen dort. Der Chip des neuen iPhone 7 (!) wird nicht mehr in China gebaut, sondern bei Samsung in Austin.

Kein Wunder also, dass sich in Austin viele Start-ups und Venture-Capital-Firmen tummeln.

Ein Großunternehmen, das ebenfalls aus Austin kommt, ist WholeFoods – die internationale Bio-Laden-Kette. Wie Sie nun sicher erahnen können, ist Austin auch die Bio-Hauptstadt der USA. Eat Local und viele andere Trends werden hier mit Leidenschaft gelebt.

Austin erinnert mich immer an meine Heimatstadt Freiburg: Eine grün-linke Hochburg voller Studenten mitten in einem erzkonservativen Bundesland.

Boston, Massachusetts

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Boston war schon immer etwas zurückhaltender und elitärer als New York. Viele Hedge Funds befinden sich in Boston. Einer der bekanntesten lokalen Vertreter dieser Branche ist wohl Bain Capital – ein Unternehmen, das vor Jahren von einem gewissen Mitt Romney gegründet wurde.

Massachusetts liegt steuerlich betrachtet im Mittelfeld der US-Bundesstaaten (bezogen auf die Steuerbelastung auf Bundesstaatsebene).

Besonders bekannt ist Boston ohne Frage für Harvard, die bekannte Ivy League Uni, an der viele Größen der Wirtschaft ihren Abschluss gemacht haben (oder nicht). Der bekannteste von ihnen ist momentan wohl Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Vom Stadtbild her zeichnet sich Boston in der bekannten Altstadt durch die vielen Häuser im King-George-Stil aus. Manche Straßenzüge erinnern überdeutlich an London und Dublin. Und viele Amerikaner halten den Einwohnern New Englands vor, dass sie sich für etwas Besseres halten. Das hört man auch am Akzent.

Dieser leicht elitäre, akdemisch-traditionelle, aber dennoch innovative Touch macht Boston für viele Unternehmer interessant. Harvard sorgt für einen ständigen Zufluss von neuem Talent und gleichzeitig für eine internationale Atmosphäre von Weltrang.

Zu meinen, dass Boston dehalb versnobbt ist, wäre aber falsch. Boston ist auch die Stadt mit dem größten irisch-stämmigen Bevölkerungsanteil in den USA. Die Iren kamen zu Tausenden im 19. Jahrhundert nach Boston. Noch heute schwört ein großer Teil der Einwohner Bostons auf ihre europäischen Vorfahren und ihre irisch-katholischen Traditionen.

Las Vegas, Nevada

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Stellen Sie sich vor, dass Sie nachts mit dem Auto auf Las Vegas zufahren: Man fährt stundenlang durch die Wüste bei wahrhaft ägyptischer Finsternis und auf einmal taucht dieses riesige Lichtermeer mitten in der Dunkelheit auf.

Die Stadt selbst wird beherrscht von Lichtern, die nie ausgehen. Die Casinos locken mit Gratisdrinks, solange man spielt. Immer taghell. Immer die gleiche Temperatur. 

Dort finden Sie auch das Hofbräuhaus – eine wirklichkeitsgetreue Kopie des Münchner Originals bis hin zur Blasmusik – und bleiben dort bis in die frühen Morgenstunden. Danach ist selbst hartgesottenen Partygängern nur noch schlafen zu Mute.

Das ist eben Vegas: Alles ein bisschen surreal, ein bisschen kitschig, ein bisschen Fake. Aber liebenswürdig und steuerlich interessant, denn Nevada erhebt keine Körperschaftssteuer auf Bundesstaatsebene. Das lockt viele Unternehmer aus dem teuren Kalifornien in die Wüste.

Miami, Florida

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Vom schmuddeligen Scarface-Miami der frühen Achtziger Jahre ist nicht mehr viel zu sehen. Ich selbst habe drei Jahre lang in Miami gelebt. Ein Bekannter von mir war in der Miami Vice Zeit selbst bei der Mordkommission beschäftigt, wurde aber dann aus dem Polizeidienst in den Vorruhestand gedrängt, weil die Zahl der Morde in Miami so stark abgenommen hatte. Gab es früher ein Mordopfer pro Tag, gibt es heute vielleicht eines pro Monat.

Ich selbst habe Miami durch die Serie CSI: Miami kennengelernt (ein Verschnitt aus Szenen, die in Miami, Fort Lauderdale und Kalifornien gedreht wurden) und ich war sofort begeistert. Es hat mich seitdem magisch angezogen, bis ich im Jahre 2008 dort ein Büro eröffnete und mit Kind und Kegel den Sprung über den Großen Teich wagte. Den Schritt habe ich nie bereut.

Miami ist höchstens für Touristen die Party-Stadt, für die man sie im Allgemeinen hält. Ansonsten wird in Miami sehr viel Business gemacht. Die Szene ist unheimlich international. Natürlich ohne Ende Lateinamerikaner, aber dann viele Deutsche, Italiener, Russen. Man muss sich vorstellen, dass unheimlich viele Wohlhabende nach Miami ziehen oder sich dort zumindest für einen großen Teil des Jahres aufhalten. In Miami wird wirklich überall Business gemacht – aber eben in lockerer Atmosphäre, zum Beispiel in einer Bar. Mir hat immer der Design District gut gefallen. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Zentrum der Kreativen gemausert mit vielen Design- und Mode-Labels aus der ganzen Welt.

Der letzte Abschnitt sei nun aber dem Wetter gewidmet (endlich!). Vor allem im Winter – also von Oktober bis März – ist das Wetter ein Traum. Warm, trocken, nicht zu heiß. In den Pool kann man trotzdem jeden Tag. Der Sommer (April bis September) ist heiß, stürmisch, es regnet täglich. Die Luftfeuchtigkeit ist unwahrscheinlich hoch. Aber ehrlich gesagt lässt auch das sich mit Klimaanlage ziemlich gut aushalten.

New York City, New York

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Obwohl viele Amerikaner sagen, dass New York gar nicht das „wirkliche“ Amerika verkörpert, ist New York doch die amerikanischste aller US-Metropolen. Vor allem im Ausland verbindet man die USA sofort mit New York. Aber auch in Amerika selbst identifiziert man sich seit dem 11. September 2001 viel stärker mit dem „Big Apple“.

New York zeichnet sich durch die mit Abstand höchste Steuerbelastung in den USA ab. Gefolgt von Kalifornien. Dabei werden 64% der Gesamteinkommenssteuer des Staates von nur 80.000 Personen geleistet. Und das bei einer Stadt mit über zehn Millionen Einwohnern.

Diese 80.000 sind natürlich jene Spitzenverdiener aus der vielgescholtenen Finanzbranche. New York City ist die Stadt der Finanzen. Wall Street ist das Mekka der weltweiten Bank- und Finanzindustrie (oder sie teilt sich diesen Titel mit London). Berühmt-berüchtigt durch den gleichnamigen Film oder auch den „Wolf of Wall Street“, sehen wir heute manche Ausprägungen dieser Form des Kapitalismus als eher kritisch an.

New York City ist auch die Stadt der Mode und in dieser Sparte gleichauf mit Paris. Und nirgendwo sind die Restaurantkritiker härter als in New York.

Passt Ihr Unternehmen in dieses Umfeld, diese Mischung aus Kreativität und Kapital? Wenn ja, dann ist New York City der richtige Standort für Ihr Unternehmen.

San Francisco, Kalifornien

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Nach wie vor ist San Francisco und die Bay Area bzw. das Silicon Valley der Nabel der Welt, wenn es um Internet-Unternehmen geht.

Obwohl Kalifornien neben New York die höchsten Steuern auf Bundesstaat-Ebene erhebt, ist dieser Trend ungebrochen. Das zeigt eben wieder mal, dass der Steuersatz alleine nicht alles ist. Vor allem, wenn man als Tech-Start-up ohnehin keine Gewinne macht.

Da wir viele Mandanten aus dem Internet-Bereich haben, ist Kalifornien eines der gefragtesten Standorte bei unseren Mandanten. Die Networking-Möglichkeiten sind einfach phänomenal. Wer in der Branche tätig ist, findet überall Gleichgesinnte – bei Starbucks, beim Golfen oder am Strand.

Ganz unabhängig vom Silicon Valley ist San Francisco eine tolle Stadt. Kalifornien überhaupt ist ein Traum. Das Sonnenlicht ist dort wärmer und satter. Das mag an der angenehmen trockenen Luft liegen und an den Bergen, die den Horizont dominieren.

Leider ist das Wetter in San Francisco bzw. im ganzen Norden von Kalifornien oft kalt und neblig. Aber die Weinbauregion Napa Valley ist nicht weit und wird von Tech-Giganten oft bei Betriebsausflügen angesteuert.

Washington, DC

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Washington ist das Zentrum einer Weltmacht und das spüren Sie an jeder Ecke. Überall gibt es Denkmäler, Mahnmale und Gedenkstätten, die an ein Detail oder an eine besondere Periode der US-Geschichte erinnern.

Wir mögen dies belächeln, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie schwer es ist, sich dem zu entziehen, wenn man es aus der Nähe betrachtet.

Man sieht den US-Präsident laufend im Fernsehen – dann aber wirklich vor dem Weißen Haus zu stehen, macht schon Eindruck. Die Stufen des Kongresses hochzulaufen und zu realisieren, dass von diesem Gebäude aus die Weltpolitik der letzten hundert Jahre maßgeblich geprägt wurde: Das lässt die meisten von uns nicht kalt.

Das besondere Flair von Washington macht auch aus, dass fast alle Leute, die man trifft, irgendwie vom Staatsapparat leben – als Beamtin, als Lieferant, als Lehrer von Beamtenkindern. Ganz anders als in San Francisco, wo fast jeder, den man trifft irgendwas mit Technologie zu tun hat.

Wenn Sie für Ihr US-Unternehmen das Gesetzte, das Würdige, das Erhabene suchen, dann ist Washington, DC - das Zentrum der Macht - Ihre Stadt.

Wilmington, Delaware

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Delaware gehört zu der Gruppe der ersten 13 Bundesstaaten der USA, die gegen die Briten revoltierten und so nach dem blutigen Unabhängigkeitskrieg den USA ihre Unabhängigkeit bescherten. Weil die Repräsentanten von Delaware die ersten waren, die 1787 die Verfassung der USA unterschrieben, nennt sich Delaware auch heute noch stolz „The First State“.

Wilmington ist eine vergleichsbare kleine Stadt mit nur 70.000 Einwohnern. Sie grenzt unmittelbar an das viel größere Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania an. Trotz seiner geringen Größe ist Wilmington die größte Stadt Delawares.

Delaware ist der US-Bundesstaat mit der am Abstand höchsten Zahl an registrierten Kapitalgesellschaften.

Der Hauptgrund dafür ist, dass Delaware das für Unternehmen günstigste Gesellschaftsrecht aller US-Bundesstaaten hat. Auch bietet das Handelsregister in Delaware ein noch höheres hohes Maß an Vertraulichkeit als andere US-Bundesstaaten.

Steurlich gesehen bietet Delaware weniger Vorteile, als Sie vermuten. Die Steuervorteile machen sich vor allem für amerikanische Großkonzerne bemerkbar, die in meherern Bundesstaaten in den USA steuerpflichtig sind.

Schlussfolgerung

Die Standortauswahl sollte vor allem aufgrund praktischer Überlegungen getroffen werden. Ich wage zu behaupten, dass sich die meisten sog. Standortnachteile wie hohe Steuern durch den unternehmerischen Erfolg und eine funktionierende Geschäftsstrategie locker wettmachen lassen. Umgekehrt ist dies selten der Fall.

Fallen Sie in eine der Sonderkategorien, ist die Standortauswahl womöglich komplizierter und bedarf der genauen Analyse und Kosten-Nutzen-Abschätzung.

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