Steuerliche Behandlung Ihres US-Unternehmens an Ihrem Wohnsitzstaat

Diese Seite ist Teil unserer Serie zum Schwerpunktthema USA

Hinweis zur US-Steuerreform: Bitte beachten Sie unsere Einlassungen zum Tax Cuts and Jobs Act of 2017, mit dem US-Unternehmen ab sofort massiv steuerlich entlastet werden.

Wer ein Unternehmen im Ausland gründet, der muss sich Gedanken dazu machen, wie das Auslandsunternehmen zu Hause in Ihrem Wohnsitzstaat von den Finanzbehörden eingestuft wird und welche steuerlichen Folgen sich daraus ergeben.

Wir verweisen Sie an dieser Stelle auf unsere detaillierten Einlassungen zur internationalen Steuergestaltung, welche Sie unbedingt im Detail lesen sollten.

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DBA-Sachverhalt

Die USA haben Doppelbesteuerungsabkommen mit den meisten Ländern abgeschlossen, daher gilt DBA-Sachverhalt.

Die USA werden nicht als Niedrigsteuerland eingestuft - zumindest nicht dann, wenn die US-Gesellschaft wie im Fall der US-Corporation, ordentlich in den USA versteuert wird.

Es ist trotzdem ein auf kaufmännische Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb und Substanz vor Ort vorzuweisen, um die Negativwirkungen der Hinzurechnungsbesteuerung zu vermeiden.

 

Meldepflicht beachten

Wer eine Gesellschaft im Ausland gründet oder nur an einer solchen Gesellschaft massgeblich beteiligt ist, muss den Erwerb der Gesellschaftsanteile in vielen Staaten den heimischen Steuerbehörden melden.

Üblicherweise erfolgt die Meldung über die Steuererklärung, jedoch müssen Sie sich in Ihrem Wohnsitzstaat nach den korrekten Formalitäten erkundigen und sich danach richten.

 

Auf die richtige Rechtsform kommt es an

Bei der steuerlichen Einstufung einer Auslandsgesellschaft zu Hause kommt es auch darauf an, mit welcher lokalen Rechtsform die Auslandsgesellschaft verglichen werden kann (Rechtstypenvergleich).

So entspricht eine amerikanische Corporation z.B. einer Aktiengesellschaft und somit werden Gewinne der Corporation steuerlich im Prinzip so wie die Gewinne lokaler Aktiengesellschaften behandelt.

Gerade bei der amerikanischen LLC ist dieser Rechtstypenvergleich nicht immer möglich. Gerade in Deutschland wird dann die LLC als Kapitalgesellschaft eingestuft, was zu erheblichen steuerlichen Negativwirkungen führen kann.

Unser Tipp: Wenn Sie eine Personengesellschaft in den US gründen wollen, sollten Sie besser auf die Limited Partnership (LP) ausweichen, die wie eine Kommanditgesellschaft strukturiert ist.

Die Anteile einer C-Corp können an der Börse gehandelt werden, die einer LLC nicht.

Substanz

Zwar stellen wir Ihnen eine entsprechende Büroadresse in der gewünschten US-Metropole zur Verfügung, jedoch sollten Sie auf jeden Fall die Intention haben, nach Anlaufen des Geschäftes zumindestens ein virtuelles Büro einzurichten und eine Hilfskraft auf Stundenbasis zu beschäftigen.

Ein aktiver Direktor wird von uns gestellt und ist im Paketpreis enthalten. Der Direktor ist aktiv, weil er in die Leitung der Gesellschaft involviert ist, indem er z.B. Verträge der Gesellschaft unterzeichnet. Allerdings ist auch dies lediglich als Anfangssubstanz zu verstehen und wird auf Dauer nicht ausreichen.

 

Aktive Einkünfte

Daneben sollten im steuerlichen Sinne „aktive Einkünfte“ erzielt werden.

Aktive Einkünfte sind zum Beispiel:

  • Einkünfte aus Produktionstätigkeiten
  • Einkünfte aus Handelstätigkeiten
  • Einkünfte aus Dienstleistungen
  • Einkünfte aus der Aufnahme / Vergabe von Kapital
  • Einkünfte aus Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften

Sind diese Gegebenheiten erfüllt, bezahlen Sie auf den in Ihrem Wohnsitzland vereinnahmten Gewinn nur Kapitalertragssteuer, in Deutschland als 25% Abgeltungssteuer.

Häufige Fragen rund um Steuern, Firmengründung & Wohnsitznahme in den USA (FAQs)

Wir haben über 150 der häufigsten Fragen und Antworten (FAQs) zum Thema Steuern, Firmengründung und Wohnsitznahme in den USA in unserer Wissensdatenbank für Sie zusammengestellt. Bitte klicken Sie hier, um zu unserer Knowledge Base zu gelangen. Finden Sie Ihre persönlichen Fragen dort nicht beantwortet, raten wir Ihnen zur Buchung eines kostenpflichtigen telefonischen Beratungsgesprächs.

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Dabei ist es nicht unüblich, dass man irgendwann an einen Punkt gelangt, ab dem die Verwirrung zu – und die Klarheit abnimmt. Es sind einfach zu viele Gesichtspunkte gleichzeitig zu berücksichtigen. Die Ausgangslage ist komplex.

Vielleicht mussten Sie auch feststellen, dass die meisten lokalen Steuerberater in den USA und zu Hause von den internationalen Zusammenhängen zu wenig Ahnung haben, um Ihnen wirklich weiterhelfen zu können.

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