Internationale Steuergestaltung - Strategie 2 (Medium Risk): Wohnsitz bleibt bestehen. Limited Company (LTD) mit Substanz in Irland oder Malta (ggf. Malta Limited Company als Holding Gesellschaft)

Diese Seite ist Teil unserer Serie zur internationalen Steuergestaltung und unserer Serie zu modernen internationalen Gestaltungen.

Wenn Sie uns fragen würden, was heutzutage die beste Maßnahme zur langfristigen und nachhaltigen steuerlichen Optimierung ist, würden wir Ihnen immer den Umzug ins steuergünstige Ausland, z.B. nach Malta empfehlen.

Der Wegzug ins Ausland hat die größte positive Hebelwirkung für Sie. Außerdem werden potenzielle „Missverständnisse“ mit den Steuerbehörden durch den Umzug ins Ausland fast immer von vornherein vermieden. Wir legen jedem Unternehmer, der seine Steuerbelastung optimieren will, ans Herz, sich als erstes mit dem Umzug ins Ausland zu beschäftigen.

Freilich ist aus vielerlei Gründen eine Wohnsitzverlagerung ins Ausland nicht immer möglich oder nicht erwünscht. Und um diese Situation soll es auf dieser Seite gehen. Genauer gesagt: Um die Gründung und den Betrieb einer Gesellschaft auf Malta oder einer Gesellschaft in Irland ohne dabei den Wohnsitz ins Ausland verlegen zu müssen.

Auf dieser Seite

Warum Malta und Irland?

Malta und Irland bieten sich aus einer Reihe von Gründen als Standorte an.

Zunächst ist natürlich die niedrige Körperschaftsteuer von 5% effektiv in Malta und 12,5% in Irland zu nennen.

In beiden Ländern ist Englisch Amtssprache und beide Länder stehen in der britischen Tradition – vieles erinnert an das UK und an die UK-Limited.

Beide Länder sind als stabil zu bezeichnen. Irland hat zwar im Rahmen der Finanzkrise gelitten, hat sich aber wieder erholt.

Ein weiterer Grund ist leider auch, dass wirkliche Alternativen rar sind: Die Schweiz wird immer weniger attraktiv, das Image von Zypern hat schwer gelitten.

Wenn es um geschäftliche Tätigkeiten in der EU geht, kommt letztlich auch nur eine EU-Gesellschaft in Frage. Zu kompliziert wären Fragen wie die Mehrwertsteuer mit einer Drittstaatsgesellschaft.

Und nicht zu vergessen ist, dass die meisten Offshore-Gesellschaften ohnehin ein rotes Tuch sind und für den normalen Geschäftsbetrieb tatsächlich ungeeignet sind.

Malta und Irland sind aus unserer Sicht tatsächlich die beiden besten Standorte momentan in der EU.

Was ist besser: Eine Gesellschaft in Malta oder eine Gesellschaft in Irland?

Ob sich in Ihrem Fall Irland oder Malta besser als Gesellschaftsstandort eignen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Steuersatz

Die irische Gesellschaft muss 12,5% Körperschaftsteuer auf die erwirtschafteten Gewinne entrichten. In Malta gilt ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 5%.

Notwendigkeit einer Holding-Gesellschaft in Malta

Bei Verwendung einer Malta-Gesellschaft ist eine weitere Gesellschaft in Malta als Holding-Gesellschaft zu gründen. Dies ist aufgrund der Eigenheiten des maltesischen Steuersystems notwendig. Dabei werden 6/7 der in Malta bezahlten Körperschaftsteuer von 35% von der maltesischen Steuerbehörde zurückerstattet. Nur eine Holding-Gesellschaft kann diese Steuererstattung steuerfrei vereinnahmen (Sie müssten diese ansonsten zu Hause mit Ihrer Einkommenssteuer versteuern). In Malta entsteht somit im Vergleich zu Irland höherer Gründungs- und Verwaltungsaufwand.

Testatspflicht

In Malta besteht Testatspflicht. Die Bilanz der Malta-Gesellschaft muss also nach der Ausarbeitung durch den Steuerberater auch noch von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden. In Irland besteht diese Notwendigkeit nicht.

Image

Sie wissen selbst am besten, ob das Image des Sitzstaates Ihrer Gesellschaft für Ihre Kunden eine Rolle spielt oder nicht. Irland ist unter Umständen einen Tick seriöser, weil das Land größer ist und viele namhafte Unternehmen von Google über Facebook bis Microsoft dort ihren Sitz haben.

Details zu unseren Leistungspaketen rund um die Malta- & Irland-Gesellschaft

Hier erfahren Sie mehr zu unserem Leistungspaket rund um die Malta-Gesellschaft. Und hier können Sie mehr zu unseren Leistungen zur Gesellschaft in Irland erfahren.

Gute wirtschaftliche Gründe

Bevor Sie überhaupt die Auslandgesellschaft gründen, muss es gute wirtschaftliche Gründe für diesen Schritt geben. Eine mögliche steuerliche Ersparnis ist dabei kein guter wirtschaftlicher Grund und darf höchstens ein positiver Mitnahmeeffekt sein.

Gute wirtschaftliche Gründe sind zum Beispiel:

  • 80% der Motorsportindustrie befindet sich im UK. Wenn Sie ein Unternehmen in der Motorsportindustrie gründen, macht es Sinn, dieses im UK zu gründen, weil dort alle wichtigen Kontakte, potenzielle Mitarbeiter und Partner konzentriert sind.
  • Malta ist EU-weit führend, wenn es um Online-Casinos und Wettbüros geht. Wenn Sie in dieser Branche tätig sind, dann ist Malta ein interessanter Firmensitz.
  • Fast alle amerikanischen Softwareriesen (Facebook, Google, Microsoft...) haben ihren Sitz in Irland. Wenn Sie mit diesen Unternehmen arbeiten, dann macht eine Gesellschaft mit Firmensitz in Dublin Sinn.
  • Wenn Ihr Unternehmen sich internationalisieren soll, kann es Sinn machen, im englischsprachigen Ausland eine englischsprachige Support-Organisation aufzubauen.
  • Wenn Sie im Ausland zu deutlich günstigeren Kosten einkaufen, produzieren oder verwalten können, macht eine Gesellschaft im Ausland Sinn.
  • Wenn Sie Waren in China einkaufen, kann eine Gesellschaft in Hong Kong Sinn machen, die sich um die Qualitätskontrolle der Waren kümmert.
  • Wenn Sie im Tourismusbereich tätig sind und Reisen in die Karibik organisieren, kann eine Gesellschaft auf den Bahamas Sinn machen, deren Mitarbeiter Hotels in der Gegend besuchen und mit diesen Zimmerkontingente verhandeln.
  • Wenn für eine bestimmte Tätigkeit bzw. Funktion die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Ausland günstiger sind, macht es Sinn, diese Tätigkeit bzw. Funktion ins Ausland zu verlagern.

Wie Sie sehen, lassen sich eine Vielzahl von guten wirtschaftlichen Gründen für die Etablierung einer Auslandsgesellschaft finden. Allerdings müssen Sie immer eine Antwort auf die Frage haben, warum Sie die Gesellschaft im Ausland etabliert haben und nicht in Ihrem Wohnsitzstaat. Die Antwort auf diese Frage muss schlüssig sein und am besten mit Ihrem steuerlichen Berater abgestimmt sein.

Alles eine Frage der Substanz

Das A und O bei einer steuerlichen Gestaltung im Ausland ist die Substanz – vor allem, wenn sich die zu gründende Gesellschaft in einem Niedrigsteuerland befindet.

Was Ihnen bei „zu wenig Substanz“ blühen kann

Wir erwähnen auf dieser Website mehrfach das Beispiel von YouPorn, deren Gründer und Geschäftsführer nur gegen eine Kaution von 10 Millionen Euro auf freiem Fuß ist. Es geht um mögliche Steuerhinterziehung in Höhe von zig Millionen Euro.

Und alles nur, weil man sich einer Gesellschaft auf Zypern bedient hat, die zu wenig Substanz hatte und damit eine Briefkastenfirma – also eine Umgehung – war.

Substanz ist also ein Thema, das Sie absolut ernst nehmen müssen. Die Steuerbehörden nehmen es sehr ernst.

Vermeidung der Besteuerung an Ihrem Wohnsitzstaat

Und wir brauchen gar nicht vom Worst Case Szenario zu sprechen: Allein schon um die Auslösung einer Betriebsstätte der Auslandsgesellschaft an Ihrem Wohnort zu vermeiden, ist genügend Substanz notwendig. Entsteht der Eindruck, dass Sie die Geschäfte der Gesellschaft von Ihrem Wohnsitzstaat aus leiten, löst diese Geschäftsführungstätigkeit automatisch eine Betriebsstätte der Gesellschaft an Ihrem Wohnort aus und die Gesellschaft ist mit allen Gewinnen in Ihrem Wohnsitzstaat steuerpflichtig. Gleiches gilt für einen möglichen Ort der Leistungserbringung.

Welche Substanz braucht Ihre Gesellschaft in Irland oder Malta?

Damit Sie nicht von den hier beschriebenen steuerlichen Negativwirkungen betroffen sind, muss die Gesellschaft in Irland oder Malta Substanz haben: Es wird ein lokaler Geschäftsführer benötigt (kein Treuhand-Geschäftsführer), Büroräume und ggf. der eine oder andere Mitarbeiter.

Sie müssen diese Substanz nicht ab Tag 1 installiert haben, aber Sie sollten dies schon in den ersten 12 bis 18 Monaten bewerkstelligen.

Treuhand bringt nichts

Ein Treuhand-Geschäftsführer, Steuerberater oder Rechtsanwalt bringt Ihnen nichts und schadet mehr, als dass er nutzt. Ein solcher Dienstleister wird immer als Ihr Erfüllungsgehilfe gesehen. Der lokale Geschäftsführer muss ein tatsächlicher Geschäftsführer der Gesellschaft sein, der alleine Entscheidungen treffen kann und zumindest mit Ihnen zusammen auf dem Konto der Gesellschaft zeichnungsberechtigt ist.

Kosten der Substanz

Hinsichtlich der Substanz, die Sie innerhalb von 12 bis 18 Monaten schaffen müssen, ist sowohl in Irland als auch in Malta mit folgenden Kosten zu rechnen:

Büro: ab €500/Monat

Geschäftsführer Teilzeit: ab €2000/Monat

Assistentin Teilzeit: ab €1000/Monat

Wenn Ihr Auslandsvorhaben aller Voraussicht nach nicht erfolgreich genug sein wird, um diese Kosten locker zu stemmen, sollten Sie sich fragen, ob das Vorhaben überhaupt Sinn macht bzw. ob es sinnvoll ist, dieses im Ausland umzusetzen.

Wie gesagt - diese Substanz wird von uns nicht gestellt. Hier müssen Sie sich auf dem freien Markt ein Büro und die notwendigen Mitarbeiter suchen (wir können Ihnen natürlich dabei behilflich sein).

Die Anfangssubstanz wird von uns gestellt. Es ist nicht notwendig, dass Sie bei Gründung der Gesellschaft gleich Ihre eigenen Räume und Ihr eigenes Personal vorweisen können.

Gewinnentnahmen & Besteuerung der Gewinne an Ihrem Wohnsitzstaat

Die Ausschüttung an Ihren Wohnsitzstaat kann als Dividendenausschüttung von der irischen Gesellschaft bzw. der maltesischen Holding-Gesellschaft erfolgen. Hier wird üblicherweise an Ihrem Wohnsitzstaat Kapitalertragsteuer fällig (in Deutschland Abgeltungsteuer von 25%). Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Staaten Dividendenausschüttungen ausländischer Gesellschaften besteuern. Klären Sie dies am besten mit Ihrem Steuerberater ab.

Alternativen zur Ausschüttung an Ihren Wohnsitzstaat

Als Faustregel gilt: Alle Mittel, die Sie in Ihrem Wohnsitzstaat ausgeben, müssen Sie auch offiziell an Ihren Wohnsitzstaat ausschütten und versteuern. Sie können nicht mit einem Porsche in Berlin oder München herumfahren und diesen über die Auslandsgesellschaft finanzieren.

Alle anderen Investitionen können allerdings direkt über die Auslandsgesellschaft oder weitere Tochtergesellschaften getätigt werden. Dies gilt für Investitionen in weitere Projekte ebenso wie Investitionen in Immobilien oder Wertpapiere.

Absetzbarkeit von Kosten

Sie werden eine Kreditkarte für das Firmenkonto der Gesellschaft erhalten und können damit Ausgaben für die Firma tätigen z.B. Reisen, Bewirtungen, Anschaffungen wie Laptops usw. Die Absetzbarkeit von Kosten ist sowohl in Irland als auch in Malta eher großzügig geregelt und umfangreiche Rechtfertigungen und Begründungen werden nicht erwartet.

Darlehen an Geschäftsführer nicht zulässig

Beachten Sie, dass in Malta und Irland Darlehen an Geschäftsführer der Gesellschaft nicht zulässig sind. Darlehen an Gesellschafter sind möglich, müssen aber einem Drittvergleich standhalten.

Geldfluss und Rechenbeispiel

Den Geldfluss von der Gesellschaft zu Ihnen müssen Sie sich so vorstellen:

Malta (operative Gesellschaft und Holding-Gesellschaft)

  • Nach Ende des Geschäftsjahres und der anschließenden Bilanzierung bezahlt die Gesellschaft in Malta 35% des Gewinns als Körperschaftsteuer an die maltesische Finanzbehörde. Die übrigen 65% fließen als Dividende an die Muttergesellschaft – also die maltesische Holding-Gesellschaft.
  • Die maltesische Steuerbehörde erstattet 6/7 der von der maltesischen Gesellschaft bezahlten Körperschaftsteuer an die Holding-Gesellschaft in Malta. Dort liegen nun 95% des Gewinns der operativen Malta-Gesellschaft.
  • Die Holding-Gesellschaft schüttet nun den ganzen oder einen Teil des Gewinns (je nach Wunsch) an Sie aus. In Ihrem Wohnsitzstaat werden dann in der Regel Kapitalertragsteuern auf die Gewinnausschüttung fällig. 

Rechenbeispiel:

Gewinn Malta-Gesellschaft: €100.000

Körperschaftsteuer zahlbar an Steuerbehörde: €35.000

Netto-Dividende an Holding: €65.000

Steuererstattung der maltesischen Steuerbehörde an Holding: €30.000

Guthaben der Holding gesamt: €95.000

Irland

  • Ihre irische Gesellschaft generiert Umsatz mit Ihren Kunden. Daraus werden die betrieblichen Ausgaben gedeckt.
  • Nach Ende des Geschäftsjahres und der anschließenden Bilanzierung bezahlt die Gesellschaft in Irland 12,5% des Gewinns als Körperschaftsteuer an die irische Finanzbehörde. Die übrigen 87,5% fließen als Dividende an Sie oder verbleiben in der Gesellschaft.
  • In Ihrem Wohnsitzstaat werden dann in der Regel Kapitalertragsteuern auf die Gewinnausschüttung fällig.

Rechenbeispiel:

Gewinn Irland-Gesellschaft: €100.000

Körperschaftsteuer zahlbar an Steuerbehörde: €12.500

Nettogewinn: €87.500

Risikoeinstufung

Wir stufen die hier beschriebene Gestaltung als „Medium Risk“ ein.

Damit ist gemeint, dass unserer Auffassung nach bei korrekter Gestaltung die Risiken hinsichtlich möglicher Meinungsverschiedenheiten mit den Steuerbehörden und eines daraus resultierenden Klärungsaufwandes durchaus wahrscheinlich sind, sich diese aber ohne steuerliche Negativwirkungen klären lassen.

Wir gehen natürlich davon aus, dass Sie die Gründung der Gesellschaft ordnungsgemäß Ihrem Finanzamt melden.

Potenzielle Risiken im Detail

Aus unserer Sicht sind bei der Gestaltung folgende potenzielle Risiken besonders zu beachten: 

  • Die Steuerbehörden zu Hause erkennen die Substanz im Ausland nicht an bzw. sind der Meinung, dass diese zu gering ist und eine Betriebsstätte am Wohnort vorliegt.
  • Sie können nicht glaubwürdig aufzeigen, dass sich der Ort der Leistungserbringung tatsächlich im Ausland befindet.
  • Sie können nicht überzeugend demonstrieren, dass sich der Ort der geschäftlichen Oberleitung tatsächlich im Ausland befindet.
  • Der wirtschaftliche Grund für die Etablierung der Auslandsgesellschaft wird als nicht glaubhaft genug angesehen. Es wird eine Umgehung vermutet.

Automatischer Informationsaustausch OECD CRS

Da Sie die Gründung der Gesellschaft selbst Ihrem Finanzamt melden, ist der Informationsaustausch unschädlich für Sie. Sie haben ja keine Geheimnisse und machen alles korrekt.

Ganz davon abgesehen sind aktive Gesellschaften mit Substanz ohnehin nicht vom Informationsaustausch betroffen. Solange Sie Substanz vorweisen, werden keine Informationen mit Ihrem Finanzamt ausgetauscht.

Start-Ups, die weniger als 2 Jahre alt sind, sind ebenfalls nicht vom Informationsaustausch betroffen.

OECD BEPS Implikationen

Der Base Erosion und Profit Shifting (BEPS) Aktionsplan der OECD wurde im Oktober 2015 offiziell von den G20 Staaten verabschiedet. Damit soll es internationalen Unternehmen erschwert werden, ungerechtfertigt Gewinne ins steuergünstige Ausland zu verschieben.

Paradebeispiel ist Amazon: Das Unternehmen betreibt riesige Warenlager in Deutschland mit tausenden von Mitarbeitern. Diese galten aber bisher nicht als steuerliche Betriebsstätten und somit nicht als Ort der Besteuerung. Steuern wurden alleine in Luxemburg bezahlt.

Ziel von BEPS ist es, solche Gestaltungen zu beenden bzw. in Zukunft zu vermeiden.

Für Sie ist das relevant, wenn Sie ein Unternehmen z.B. in Deutschland betreiben und planen, Gewinne dieses Unternehmens an die neue Auslandsgesellschaft zu verschieben, z.B. indem die neue Auslandsgesellschaft ein Lieferant Ihres Unternehmens zu Hause wird.

Dies wäre in Zukunft steuerlich problematisch. Es wäre in jedem Fall zweifelhaft, ob die Gewinnverlagerung nach Malta so akzeptiert werden würde. Natürlich kommt es wie immer auf die Details an – kein Fall ist wie der andere.

Idealerweise ist die Auslandsgesellschaft völlig unabhängig von möglichen weiteren Unternehmen, die Sie besitzen, d.h. hier findet keine Zusammenarbeit und keine gegenseitige Verrechnung statt.

Mit einer Auslandsgesellschaft Rechnungen an das eigene bzw. ein nahestehendes Unternehmen stellen

Selbst bevor BEPS von den einzelnen Ländern in die lokalen Gesetzwerke integriert wird, ist besondere Vorsicht geboten, wenn es um den Waren- und Dienstleistungsaustausch zwischen verbundenen Unternehmen geht.

Wenn Sie planen, mit einer Auslandsgesellschaft Rechnungen an das eigene Unternehmen (z.B. in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich etc.) zu stellen, sind diverse zusätzliche Faktoren zu beachten. In diesem Fall handelt es sich ggf. um eine Geschäftsbeziehung zu einem nahestehenden Unternehmen, für welche besondere Meldepflichten und andere gesetzliche Vorschriften gelten.

Das Szenario der Rechnungsstellung an ein eigenes Unternehmen haben wir auf einer eigenen Seite im Detail beschrieben.

Wir gehen ansonsten im Kontext der hier diskutierten Lösungen davon aus, dass eine Auslandsgesellschaft gegründet werden soll, die nur externe Kunden hat (und keine nahestehenden Unternehmen als Kunden).

Konkreter Mandatsablauf

Üblicherweise läuft ein Mandat so ab: 

  • Schritt 2 - Angebot: Auf Basis des Beratungsgespräches bereiten wir ein Angebot für Sie vor und senden Ihnen dieses per E-Mail zu.
  • Schritt 3 - Auftragserteilung: Sie beauftragen und bezahlen uns.
  • Schritt 4 - Gründung der Gesellschaft bzw. der Gesellschaften: Die Gesellschaft in Irland bzw. in Malta wird gegründet. Im Falle einer Malta-Gesellschaft wird eine zweite maltesische Gesellschaft als Holding-Gesellschaft gegründet.
  • Schritt 5 - Kontoeröffnungen: Die Kontoeröffnungen für die Gesellschaft(en) werden vorgenommen. Ggf. ist dafür ein vor Ort Besuch Ihrerseits notwendig.
  • Schritt 6 - Steuerliche Registrierung: Wir registrieren die Gesellschaft für die Umsatzsteuer, sodass Sie eine europäische Ust-ID-Nummer erhalten.
  • Schritt 7 - Betriebsaufnahme: Der laufende Betrieb der Gesellschaft beginnt.

Unser Leistungsangebot

Über unser Büro in Malta und Dublin erbringen wir sämtliche Leistungen, die Sie im Rahmen des Aufbaus der beschriebenen Gesellschaftsstruktur benötigen. Folgende Leistungen decken wir unter anderem ab:

  • Beratung zu allen Details der beschriebenen Gestaltung
  • Gründung der Irland- bzw. Malta-Gesellschaft inklusive Kontoeröffnung auf Malta / in Irland und steuerliche Registrierung
  • Gründung einer Holding-Gesellschaft auf Malta (wo nötig)
  • Domizilierung der Gesellschaft in unserem Büro inkl. Virtual Office Leistungen
  • Hilfe bei der Suche nach Büroräumen und nach Personal
  • laufende steuerliche Betreuung der Gesellschaften.

Mit welchen Kosten ist für die Implementierung der Gestaltung zu rechnen?

Rechnen Sie mit Kosten zwischen €5000 und €10.000 für die Gründung der Gesellschaft bzw. der beiden Gesellschaften inklusive der Betreuung der Gesellschaft(en) im ersten Jahr.

Nächste Schritte

Wenn auch Sie die Gründung einer Auslandsgesellschaft in Malta oder Irland planen, sollte der erste Schritt am besten ein Beratungsgespräch sein. Dieses dauert eine Stunde und kann sowohl über das Telefon stattfinden als auch bei uns im Büro in London.

Dabei ist es sinnvoll, das Beratungsgespräch möglichst früh im Vorbereitungs- und Planungsprozess zu führen. Mögliche KO-Kriterien und fehlende Anforderungen können so frühzeitig identifiziert werden. Wenn nötig, kann eine Kurskorrektur vorgenommen werden, ohne dabei das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren.

Alternativ können Sie uns auch Ihr Auslandsvorhaben zur kostenlosen Kurzprüfung vorlegen. Wir lassen Ihnen dann eine kompakte Potenzialanalyse hinsichtlich der Machbarkeit per E-Mail zukommen und Sie können dann entscheiden, ob Sie das Beratungsgespräch buchen möchten.