Länder ohne Controlled Foreign Corporation (CFC)-Regime (Hinzurechnungsregeln / CFC Rules / Außensteuergesetz)

Wer in einem dieser Länder lebt, kann ohne Einschränkungen Offshore-Gesellschaften und Gesellschaften in Niedrigsteuerländern besitzen und leiten - ganz ohne die Hinzurechnungsbesteuerung fürchten zu müssen

Diese Seite ist Teil unserer Serie zur internationalen Steuergestaltung - Stand: November 2015

In fast allen wichtigen Ländern gibt es die sog. Hinzurechnungsbesteuerung – auf Englisch CFC-Regime. Natürliche oder juristische Personen, die eine Auslandsgesellschaft in einem Niedrigsteuerland beherrschen oder kontrollieren, müssen aufgrund der CFC-Rules mit erheblichen steuerlichen Negativwirkungen rechnen. In Deutschland sind diese im Außensteuergesetz definiert. Klicken Sie auf diesen Link, um mehr über CFC-Rules zu erfahren

Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Ländern, in denen es kein CFC-Regime gibt und die wir an dieser Stelle gerne aufführen.

Diese Liste enthält allerdings nur die wichtigen Industrienationen und Finanzplätze ohne CFC-Regime. Viele kleine Staaten und sämtliche Nullsteueroasen kennen ebenfalls keine Hinzurechnungsregeln:

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Chile
  • Ecuador
  • Gibraltar
  • Hong Kong
  • Irland
  • Kolumbien
  • Kroatien
  • Luxemburg
  • Malaysia
  • Malta
  • Mauritius
  • Polen
  • Philippinen
  • Rumänien
  • Saudi-Arabien
  • Schweiz
  • Singapur
  • Slowakei
  • Thailand
  • Taiwan (kein CFC-Regime für natürliche Personen)
  • Tschechische Republik
  • Ukraine
  • Vietnam
  • Zypern

Beachten Sie, dass sich diese Liste laufend ändern kann. So hatten Russland und Indien bis 2015 noch kein CFC-Regime, sind mittlerweile aber auch nicht mehr auf der Liste enthalten.

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Welche Konsequenzen ergeben sich, wenn es in meinem Wohnsitzstaat kein CFC-Regime gibt?

Wenn Sie einem Land leben, in dem es kein CFC-Regime gibt, können Sie legal Auslands- und Offshore-Gesellschaften in Niedrigsteuerländern besitzen und mit diesen nach Belieben arbeiten.

Konkret bedeutet dies auch: Wenn Sie in einem Land ohne CFC-Regime leben, können sie selbst Gesellschafter und Geschäftsführer einer Gesellschaft in einem Niedrigsteuerland sein. Die Auslandsgesellschaft braucht in diesem Falle keine Substanz.

Ebenso greift der automatische Informationsaustausch nach OECD CRS ins Leere. Selbst wenn das Finanzamt in Ihrem Wohnsitzstaat durch den Informationsaustausch von Ihrer Auslandsgesellschaft hört, ist ja der Besitz an dieser Gesellschaft völlig legal und somit steuerlich für Sie unschädlich.

Somit ist eine Person, die in einem solchen Staat ohne CFC-Regime lebt, ideal dafür geeignet, als Geschäftsführer bzw. Vertrauensperson bei einer Offshore- oder Niedrigsteuergesellschaft zu agieren.

Auch müssen Sie den Erwerb einer Auslandsgesellschaft nicht an Ihr Finanzamt melden.

Auslandsgesellschaften aus Niedrigsteuerländern können an Unternehmen, die ihren Sitz in einem solchen Land ohne CFC-Regime haben, relativ frei Rechnungen stellen. Wobei fiktive Rechnungen auch in diesem Zusammenhang unzulässig sind.

Erhalten Sie von einer Auslandsfirma Dividenden oder eine Vergütung, muss diese oftmals dennoch in der Steuererklärung angegeben und am Wohnsitzstaat versteuert werden. Manche Staaten kennen ein Non-Dom-Regime, bei dem ausländische Erträge steuerfrei bleiben.

Eine Holding mit Sitz in einem Land ohne CFC-Regime kann nach Belieben Tochtergesellschaften und Beteiligungen in Niedrigsteuerländern besitzen und verwalten, ohne dass damit am Ort der Muttergesellschaft die Existenz einer Betriebsstätte und somit steuerliche Negativwirkungen befürchtet werden müssten.

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Nächste Schritte

Gerne können wir Sie zum Thema internationale Steuergestaltung und Auslandgesellschaften umfassend beraten. Bitte buchen Sie dazu ein Beratungsgespräch. Wenn Sie bereits ein Auslandsvorhaben geplant haben, können Sie uns dieses gerne im Rahmen einer unverbindlichen Potenzial-Analyse zur Kurzprüfung vorlegen.

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