Die Geschichte der Kanzlei

Die Steuerkanzlei St Matthew wurde Anfang 2006 in London gegründet, auf dem deutschsprachigen Markt sind wir seit Mitte 2007 aktiv. Die Gründungspartner der Kanzlei hatten zuvor über mehrere Jahre auf Mandaten von PricewaterhouseCoopers (PwC) in Zürich, Hamburg und London zusammengearbeitet und sich dabei angefreundet.

2004-2006: Vorbereitungsphase

Der Beschluss, eine in London ansässige Steuerkanzlei zu gründen, kam im Jahre 2004: Auf einer von PwC organisierten Konferenz für Unternehmer wurde deutlich, dass London einerseits der führende Business Hub in Europa ist. Auf der anderen Seite gab es aber es nur wenige qualifizierte Steuerkanzleien und Berater, die sich auf die Betreuung von internationalen Unternehmern spezialisiert hatten.

Sicher, PwC und die anderen "Big 4" kümmern sich gerne um Venture Capital finanzierte Start-Ups, die mit etlichen Millionen ausgestattet sind. Aber um den klassischen, kostenbewussten Do-It-Yourself Unternehmer aus Deutschland, Italien oder Frankreich mit 500.000 bis 5 Millionen Euro Jahresumsatz und einem internationalen Anspruch reißen PwC und & Co sich nicht.

Dennoch ist gerade dieses Mandanten-Segment auf professionelle Lösungen und Dienstleister angewiesen. Die typischen Anbieter auf dem britischen Markt sind lokale Steuerberater, die sich mit den internationalen Gegebenheiten nicht wirklich auskennen.

Hinzukommt, dass für unsere Mandanten die Fremdsprache Englisch durchaus eine Hemmschwelle darstellt. Schulkenntnisse in einer Fremdsprache bedeuten eben noch keine Verhandlungssicherheit. Die Unterschiede in der Business-Kultur sorgen für weitere Unsicherheit.

Januar 2006: Markteintritt

Mit einem kleinen Team von einem Mini-Büro im Londoner West End, begannen wir im Januar 2006 mit der Markterschließung. Im ersten Schritt galt unsere volle Konzentration dem heimischen Markt. Dies hatte vor allem zum Ziel, Marketing und interne Prozesse zu testen und zu optimieren. Es gelang uns, in den ersten fünf Monaten rund 30 Mandanten von unseren Lösungen zu überzeugen.

Juni 2006: Eintritt in den internationalen Markt

Der Eintritt in den internationalen Markt erfolgte zunächst nur in Englisch und noch nicht in anderen Sprachen. Dieser Schritt erwies sich wie erwartet als großer Erfolg und bestätigte unsere Annahme, dass es einen großen Bedarf an Beratungsleistungen für Unternehmer gibt, die im UK eine Gesellschaft gründen wollen.

Mai 2007: Eintritt in den deutschen Markt

Nach unseren positiven Erfahrungen mit internationalen Mandanten, begannen wir damit, die nächste Phase unseres Konzeptes einzuläuten: Die Erschließung europäischer Märkte in der jeweiligen Landessprache. Dies bedeutet: Werbung, Beratung und Mandantenbetreuung in der entsprechenden Sprache.

Der deutschsprachige Markt war als der größte Markt in Europa die erste Wahl. Mit einem erfahrenen Team und einem sich ständig verbessernden Angebot war unser Start auf Deutsch ein großer Erfolg und sehr vielversprechend.

Oktober 2007: Neues Geschäftsfeld Privatinsolvenz UK

Durch eine Kooperation mit einer bekannten deutschen Anwaltsknzlei, gelang uns die Erschließung einer eher ungewöhnlichen Marktnische: Eine wachsende Zahl von Deutschen begann in den letzten Jahren nach England umzuziehen, um dort vom neuen Insolvenzrecht zu profitieren. Dies erlaubt eine Abwicklung der Verbraucherinsolvenz in rund 18 Monaten.

Januar 2008: Einzug in die Kanzleiräume Tanner Place

Durch Zufall erfuhren wir von der Möglichkeit, die Büroräume im Tanner Place zu mieten. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten konnten wir im Januar einziehen. Aufgrund unserer anhaltenden Expansion haben wir bereits weitere Räumlichkeiten im gleichen Gebäude angemietet.

Februar 2008: Eintritt in den italienischen Markt

Unsere internen Analysen ergaben, dass England aufgrund hoher bürokratischer Hürden für italienische Unternehmer eine beliebte Destination ist, um eine Firma zu gründen. Mit der Einstellung eines italienischen Steuerberaters und begleitenden Marketing Maßnahmen begannen wir, in Italien aktiv zu werden.

Mai 2008: Eintritt in den französischen Markt

Nach dem deutschsprachigen und dem italienischen Markt war Frankreich der nächste logische Schritt. Wie auch in anderen Ländern ist die englische Ltd bei den Franzosen außerordentlich beliebt. Fast ein Drittel aller von Frankreich aus gegründeten Kapitalgesellschaften sind englische Ltds.

September 2008: Expansion in die USA

Ein großer Schritt war die Eröffnung unserer ersten ausländischen Niederlassung in den USA, um genau zu sein in Miami.

Hier konzentrieren wir uns zunächst auf amerikanische Unternehmer, die in Europa aktiv werden sollen. Diesen helfen wir mit unserer Infrastruktur in London und unserem Know-How bei der Expansion in die EU.

Außerdem sprechen wir europäische Mandanten an, die in den USA eine Firma gründen wollen. 

Mai 2009: Launch unserer neuen Website für den deutschen Markt

Nach langer Vorbereitung haben wir diese Website lanciert, um unsere deutschsprachigen Mandanten und Interessenten besser bedienen zu können.

Dezember 2009: Umzug in die Crucifix Lane

Die Crucifix Lane liegt nur mehrere Minuten Fußweg von der Tanner Street entfernt. Hier mieteten wir im Dezmeber 2009 weitere Büroräume an, um der wachsenden Mitarbeiterzahl gerecht werden zu können. Das Büro Tanner Place/Pope Street wird aber weiterbetrieben.

Juli 2010: Aufbruch nach Malta

Malta hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art "Geheimtipp" in Kontext der europäischen Steuergestaltung entwickelt. Malta ist EU Mitglied, hat den Euro und benutzt Englisch als Amtssprache, da es bis in die sechziger Jahre englische Kolonie war. Malta lockt ebenfalls mit einem effektiven Körperschaftssteuersatz von 5%, was für international agierende Unternehmen natürlich hochattraktiv ist. Wir sind in Malta mit einem kleinen Büro vor Ort vertreten, welches in den nächsten Jahren stark ausgbaut wird.

Februar 2011: Eröffnung des Beratungsbüros in der City of London und Umstrukturierung der Kanzlei

Das neue Jahr beginnt mit einer grundsätzlichen Neuordnung des Geschäftes: Herr Philipp Sauerborn und einige italienische Mitarbeiter scheiden aus der Kanzlei aus. Herr David Stegnitz übernimmt die lokale Geschäftsleitung in London. Das Geschäft wird in eine Beratungsfirma und eine Buchhaltungs- und Bilanzierungsgesellschaft aufgeteilt. Beide Gesellschaften sind juristisch unabhängig, werden aber unter dem gleichen St Matthew Label betrieben.

In der City of London wird ein Beratungsbüro eröffnet. Die Buchhaltungs-Gesellschaft nutzt die bestehenden Büroräume weiter.

Mai 2011: Expansion in die Schweiz

Es wurde eine bestehende Beratungsgesellschaft in Zug übernommen, die jetzt als St Matthew Treuhand Schweiz GmbH weitergeführt wird.  Unseren Mandanten soll vor allem Firmengründungen und Betreuuung in der Schweiz angeboten werden.