Voraussetzungen, die Sie für ein erfolgreiches EU-Insolvenz-Verfahren in England und Irland erfüllen müssen (ohne Wenn und Aber)

Nur wer tatsächlich nach England oder Irland umzieht, kann die EU-Insolvenz durchlaufen. Was Sie sonst noch beachten müssen, erfahren Sie hier

Diese Seite ist Teil unserer Serie zur EU-Insolvenz in England und Irland

Hinweis zu Brexit: Bitte beachten Sie unsere Einlassungen zu möglichen Konsequenzen für die EU-Insolvenz in England im Zusammenhang mit Brexit, dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Das EU-Insolvenzverfahren in der Republik Irland ist nicht von Brexit betroffen.

Damit Sie das EU-Insolvenzverfahren in England oder Irland beginnen können, müssen Sie eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Hier sind keine Kompromisse möglich. Erfüllen Sie eine der Voraussetzungen nicht, ist ein englisches bzw. irisches Verfahren entweder gar nicht mehr möglich oder es ist strikt davon abzuraten.

Die Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, sind diese:

  • Es darf noch kein Insolvenzverfahren in Ihrem Herkunftsland eröffnet sein.
  • Sie müssen absolut vermögenslos sein.
  • Sie müssen in der Lage sein, bis auf Weiteres nach England bzw. Irland umzuziehen. Es darf keine beruflichen, familiären, gesundheitlichen oder finanziellen Gründe geben, die einem solchen Umzug im Weg stehen.
  • Ihr Ehepartner und Ihre Kinder müssen ebenfalls mit Ihnen nach England bzw. Irland umziehen.
  • Sie brauchen einen Sponsor (Ehepartner, Familienmitglied, Freund usw.), der Ihnen den Aufenthalt und das Verfahren in England bzw. Irland finanziert. Denken Sie daran: Sie selbst sind ja vermögenslos.

Beachten Sie außerdem:

Schulden aus strafbaren Handlungen können nicht restschuldbefreit werden. Seit dem 01.07.2014 fallen darunter auch Steuerschulden, die durch Steuerhinterziehung oder andere Steuerstraftaten entstanden sind. Nicht bezahlte (aber erklärte) Steuern werden natürlich auch weiterhin restschuldbefreit.