Auslandsgesellschaft bei der Sie selbst Gesellschafter sind und die Rechnungen an Ihr eigenes Unternehmen schreibt

So gestalten Sie den Aufbau eines „nahestehenden“ Auslandsunternehmens korrekt

Diese Seite ist Teil unserer Serie zur internationalen Steuergestaltung.

Es ist bei richtiger Gestaltung absolut zulässig, dass Sie eine Auslandsgesellschaft in einem steuergünstigen Sitzstaat gründen und diese Auslandsgesellschaft Lieferant Ihres eigenen Unternehmens (z.B. in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien oder einem anderen EU-Hochsteuerland) wird.

Die laufenden Rechnungen der Auslandsgesellschaft mindern den Gewinn Ihres Unternehmens. Der Gewinn wird also ins steuergünstige Ausland „verschoben“.

Auch wenn dieses Szenario legal ist, können Sie sich vermutlich denken, dass es eine Vielzahl von Bestimmungen gibt, die es zu beachten gilt. Der Gesetzgeber steht diesen Maßnahmen sehr skeptisch gegenüber und versucht sein Bestes, diese unattraktiv zu machen.

Im Folgenden gehen wir dabei auf die wichtigsten Faktoren ein, die Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie die hier beschriebene Gestaltung erfolgreich implementieren möchten.

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Ausgangslage

Zur Vermeidung von Missverständnissen halten wir die Ausgangslage nochmals in aller Deutlichkeit fest:

Sie sind einziger oder ein wichtiger Gesellschafter eines Unternehmens in einem der großen EU-Staaten. In jedem dieser Staaten gibt es ein CFC-Regime (Außensteuergesetz) und Regelungen zu Verrechnungspreisen (Transfer Pricing). Vermutlich sind Sie in der Geschäftsführung dieses Unternehmens tätig.

Sie wohnen im Sitzstaat des Unternehmens (oder in einem anderen großen EU-Staat). Ein Wohnsitzwechsel ins Ausland ist nicht plausibel.

Sie wollen eine Gesellschaft im steuergünstigen Ausland gründen. Dort werden Sie selbst Gesellschafter sein. Es sollen keine Treuhänder verwendet werden. Den Erwerb an der Kapitalgesellschaft melden Sie wie vorgeschrieben den Finanzbehörden Ihres Wohnsitzstaates.

Die Auslandsgesellschaft wird einen Großteil ihres Umsatzes mit Ihrem Unternehmen zu Hause erzielen. Sonstige Umsatzquellen sind zwar denkbar, aber nicht absehbar.

Im Ergebnis ergibt sich eine Situation, bei welcher die zu gründende Auslandsgesellschaft ein nahestehendes Unternehmen zu Ihrem Unternehmen zu Hause ist und für dieses laufend Leistungen erbringen soll, die im Hauptunternehmen Kosten verursachen und so den Gewinn schmälern.

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Gute wirtschaftliche Gründe

Bevor Sie überhaupt die Auslandgesellschaft gründen, muss es gute wirtschaftliche Gründe für diesen Schritt geben. Eine mögliche steuerliche Ersparnis ist dabei kein guter wirtschaftlicher Grund und darf höchstens ein positiver Mitnahmeeffekt sein.

Gute wirtschaftliche Gründe sind zum Beispiel:

  • 80% der Motorsportindustrie befindet sich im UK. Wenn Sie ein Unternehmen in der Motorsportindustrie gründen, macht es Sinn, dieses im UK zu gründen, weil dort alle wichtigen Kontakte, potenzielle Mitarbeiter und Partner konzentriert sind.
  • Malta ist EU-weit führend, wenn es um Online-Casinos und Wettbüros geht. Wenn Sie in dieser Branche tätig sind, dann ist Malta ein interessanter Firmensitz.
  • Fast alle amerikanischen Softwareriesen (Facebook, Google, Microsoft...) haben ihren Sitz in Irland. Wenn Sie mit diesen Unternehmen arbeiten, dann macht eine Gesellschaft mit Firmensitz Dublin Sinn.
  • Wenn Ihr Unternehmen sich internationalisieren soll, kann es Sinn machen, im englischsprachigen Ausland eine englischsprachige Support-Organisation aufzubauen.
  • Wenn Sie im Ausland zu deutlich günstigeren Kosten einkaufen, produzieren oder verwalten können, macht eine Gesellschaft im Ausland Sinn.
  • Wenn Sie Waren in China einkaufen, kann eine Gesellschaft in Hong Kong Sinn machen, die sich um die Qualitätskontrolle der Waren kümmert.
  • Wenn Sie im Tourismusbereich tätig sind und Reisen in die Karibik organisieren, kann eine Gesellschaft auf den Bahamas Sinn machen, deren Mitarbeiter Hotels in der Gegend besuchen und mit diesen Zimmerkontingente verhandeln.
  • Wenn für eine bestimmte Tätigkeit bzw. Funktion die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Ausland günstiger sind, macht es Sinn, diese Tätigkeit bzw. Funktion ins Ausland zu verlagern.

Wie Sie sehen lassen sich eine Vielzahl von guten wirtschaftlichen Gründen für die Etablierung einer Auslandsgesellschaft finden. Allerdings müssen Sie immer eine Antwort auf die Frage haben, warum Sie die Gesellschaft im Ausland etabliert haben und nicht in Ihrem Wohnsitzstaat. Die Antwort auf diese Frage muss schlüssig sein und am besten mit Ihrem steuerlichen Berater abgestimmt sein.

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Welche Tätigkeit übt die Auslandsgesellschaft genau aus?

Eng verbunden mit einem guten wirtschaftlichen Grund für die Gründung der Auslandsgesellschaft ist die Frage nach der genauen Tätigkeit, welche die Auslandsgesellschaft ausübt und für die Sie an Ihr Unternehmen Rechnungen schreibt.

Vorsicht geboten ist bei den klassischen Outsourcing-Dienstleistungen wie Marketing, PR, Finanzbuchhaltung & Controlling usw. Es ist davon auszugehen, dass diese Funktionen ohnehin bereits von anderen Personen in Ihrem Unternehmen wahrgenommen werden. Oder aber Sie werden von lokalen Dienstleistern wahrgenommen, mit denen Sie dann die Zusammenarbeit beenden müssten. Dies ist nicht unbedingt ratsam und kann Fragen aufwerfen.

Besser ist es, die Tätigkeit der Auslandsgesellschaft an die Unternehmensstrategie zu knüpfen und bisher noch nicht abgedeckte Funktionen im Unternehmen von der Auslandsgesellschaft ausüben zu lassen.

Folgende Beispiele aus der Praxis sind zum besseren Verständnis hilfreich:

  • Die Produktpalette eines Unternehmens soll um eine Reihe von neuen Produkten erweitert werden. Diese Produkte bestehen aus mehreren Modulen, die in Asien gefertigt werden. Der Zusammenbau erfolgt in Europa. Anstatt die Produkte bei bestehenden Lieferanten zu beziehen, gründen Sie eine Auslandsgesellschaft, welche die gesamte Produktentwicklung koordiniert, inklusive dem Einkauf der Module und dem Zusammenbau. Diese verkauft dann die Produkte an Ihr Unternehmen.
  • Ein Softwareunternehmen entwickelt Apps für iPhone und Android. Es soll eine neue App entwickelt werden. Anstatt die neue App von den eigenen Entwicklern programmieren zu lassen, gründen Sie eine Auslandsgesellschaft. Diese lässt die App offshore programmieren und überlässt die Nutzung Ihrem Unternehmen zur Vermarktung.
  • Ein Unternehmen bedient bisher nur den deutschen Markt. Jetzt soll der Vertrieb in weiteren Ländern gestartet werden. Dazu gründen Sie eine Auslandsgesellschaft, die sich um den kompletten Vertrieb im Ausland kümmert, inklusive Kundebetreuung, Marketing usw.

Abhängig von Ihrer Branche sind natürlich auch noch viele andere Tätigkeitsbereiche der Auslandsgesellschaft denkbar.

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Wahl des richtigen Sitzstaates

Ist die Frage der wirtschaftlichen Gründe geklärt, ist als nächstes die Frage des Sitzstaates zu klären. Hier empfehlen wir fast ohne Ausnahme eine Gesellschaft in einem EU-Staat (unter der Annahme, dass sich Ihr Unternehmen in einem EU-Staat befindet).

Die EU-Niederlassungsfreiheit ist ein übergeordnetes Rechtsgut und bietet eine automatische Abschirmwirkung. Es ist nicht zulässig, dass die Behörden in einem EU-Staat eine korrekt gestaltete EU-Auslandsgesellschaft angreifen und als unerlaubt einstufen. Natürlich kann die Struktur überprüft und hinterfragt werden – und dies wird auch geschehen.

Eine Ausnahme wäre, wie in einigen unserer Beispiele oben geschildert, wenn ohnehin ein außereuropäischer Kontext vorliegt – z.B. Wareneinkauf in Asien, Tourismus in der Karibik. In allen anderen Fällen ist von einer Nicht-EU-Konstruktion abzuraten.

Als Niedrigsteuerland in der EU empfehlen wir Malta oder Irland. Zypern würde als weiterer Kandidat zur Verfügung stehen, hat aber fraglos mit Image-Problemen zu kämpfen.

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Betriebsstätte vor Ort / Substanz

Substanz am Sitzstaat der Auslandsgesellschaft ist absolut kriegsentscheidend.

Existiert keine Substanz (keine Räumlichkeiten, kein Personal, keine Geschäftsführung), so befindet sich die Betriebsstätte der Gesellschaft de facto nicht im Ausland, sondern unter Umständen dort, wo Sie sich aufhalten (aufgrund Ihres beherrschenden Einflusses).

Ein Finanzamt würde somit festlegen, dass auch die Besteuerung der Auslandsgesellschaft am Sitzstaat des Unternehmens zu Hause zu erfolgen hat und die gesamte Konstruktion kippen.

Selbstredend kann es keinen Treuhandgeschäftsführer bei der Auslandsgesellschaft geben. Sie müssen tatsächlich einen Geschäftsführer einstellen, der auf Teilzeitbasis mindestens €2000 pro Monat verdient. Sie brauchen ein tatsächliches Büro (kein Virtual Office) und tatsächliche Mitarbeiter.

Details zur Substanz sind ggf. Ihrem Finanzamt im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflichten mitzuteilen.

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Veränderungen bei bestehenden Lieferantenbeziehungen vermeiden

Es ist aus steuerlicher Perspektive immer hochproblematisch, wenn die Auslandsgesellschaft einen bestehenden Lieferanten ersetzt, zumindest dann, wenn Ihr Unternehmen die gleichen Produkte nun zu erhöhten Preisen bei Ihrer eigenen Auslandsgesellschaft erwirbt.

Beispiel: Ihr Unternehmen kauft drei Jahre lang ein Modul bei Lieferant A in China für €100 ein. Plötzlich endet die Beziehung zu Lieferant A und Ihr Unternehmen kauft nun das gleiche Modul für €150 bei Ihrer Auslandsgesellschaft ein.

Vorgänge wir der im Beispiel beschriebene können natürlich erklärt werden – es muss aber einer Erklärung aus guten wirtschaftlichen Gründen vorzeigbar sein (z.B. Insolvenz des Lieferanten).

Besser ist es, wenn sich keine Veränderung in bestehenden Lieferantenbeziehungen ergibt und die Auslandsgesellschaft als zusätzlicher Lieferant für neue Produkte oder Leistungen mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeitet.

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Nahestehende Unternehmen: Rechtsfolge

Die Auslandsgesellschaft ist im hier beschriebenen Fall nach steuerrechtlichem Verständnis auf jeden Fall eine nahestehende (juristische) Person Ihres Unternehmens. Dies hat einige relativ strenge steuerrechtliche Bestimmungen zur Folge, die Sie beachten müssen.

Hinweis: Wir verwenden hier Definitionen und Begriffe aus dem deutschen Steuerrecht. In andere Ländern gelten entsprechende Regelungen.

Wir wollen uns an dieser Stelle vor allem auf die sogenannten Mitwirkungspflichten konzentrieren: Da die Steuerbehörden von vornherein vermuten, dass es sich um eine steuerliche Gestaltung handelt, welche den Zweck hat, Gewinne in ein Niedrigsteuerland zu verschieben, müssen Sie beweisen, dass dies nicht der Fall ist.

Zunächst müssen dafür die guten wirtschaftlichen Gründe aufgedeckt werden, die wir bereits oben angesprochen haben.

Des Weiteren können die Behörden verlangen, dass die Existenz einer Betriebstätte der Auslandsgesellschaft über Mietverträge, Anstellungsverträge etc. nachgewiesen wird.

Auch müssen Sie in der Lage sein, den tatsächlichen Leistungsnachweis zu erbringen.

Schließlich müssen die von der Auslandsgesellschaft berechneten Preise einem Drittvergleich standhalten. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, wie hoch die Kosten in der Auslandsgesellschaft für die Erbringung dieser Leistungen tatsächlich sind. Es ist lediglich relevant, was Ihr Unternehmen dafür am Markt ausgeben würde und nun an die Auslandsgesellschaft bezahlt.

Es kommt in der Praxis nicht vor, dass Sie die gesamte Finanzbuchhaltung gegenüber den Finanzbehörden zu Hause aufdecken müssen, aber eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung kann schon abgefragt werden.

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Funktionsverlagerung und Funktionsverdopplung

Wie bereits mehrfach erwähnt, kann eine einfache Funktionsverlagerung ins Ausland steuerliche Negativwirkungen zur Folge haben. Sie könne also nicht so ohne Weiteres Ihre Marketing-Abteilung schließen, alle Mitarbeiter entlassen und die gleiche Abteilung in Malta wieder neu eröffnen mit 120% der vorherigen Kosten für Ihr Unternehmen.

Die Gesetzestexte dazu sind ziemlich schwammig und selbst gestandene Steuerexperten haben ein Problem damit, hier eine dingfeste Aussage zu treffen, was nun genau noch zulässig ist und was schon als Funktionsverlagerung gilt.

Es lassen sich unter Umständen ja auch gute Gründe für eine Funktionsverlagerung finden.

Man spart sich viele Diskussionen, wenn von vornherein keine bestehenden Funktionen ins Ausland verlagert werden, sondern von der Auslandsgesellschaft nur neue Funktionen ausgeführt werden, bzw. die Auslandsgesellschaft nur neue Märkte, Leistungen und Kundensegmente bearbeitet.

Eine Funktionsverdopplung dagegen ist immer zulässig. Dies bedeutet, dass beispielsweise zusätzliche Marketingmitarbeiter in der Auslandsgesellschaft arbeiten können, ohne dabei die zuvor bestehende Marketingabteilung zu schließen. Dieser Schritt würde nicht als Verschiebung von Gewinnen betrachtet werden und ist daher meistens leichter umsetzbar und erklärbar.

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OECD Base Erosion & Profit Shifting (BEPS)

Mit der im Oktober 2015 verabschiedeten OECD Richtlinie „BEPS“ (Base Erosion & Profit Shifting) werden eine Reihe von Modellen der internationalen steuerlichen Gestaltung unmöglich gemacht.

Hierzu zählt beispielsweise das von Amazon praktizierte Geschäftsmodell, in großen Ländern wie Deutschland und UK nur Warenlager vorzuhalten und logistische Dienstleistungen zu erbringen. Bisher waren solche Warenlager in der steuerlichen Gesetzgebung nicht als Betriebstätte definiert.

So konnte es passieren, dass Unternehmen in Ländern wie Deutschland riesige Gewinne erzielten, diese aber nicht in Deutschland versteuern mussten, da der Ort der geschäftlichen Oberleitung Luxemburg war.

Solche und ähnliche Modelle sind in Zukunft nicht mehr zulässig. Ähnliche Regelungen gelten für Leistungen aus dem Forschungs- und Marketingbereich, den nahestehende Unternehmen im steuergünstigen Ausland erbringen.

BEPS ist noch nicht in die lokale Gesetzgebung der einzelnen Länder übernommen. Dies wird aber im Laufe der nächsten Jahre geschehen. Zweifellos können Sie aber schon einen Trend ablesen: Der Gesetzgeber will verhindern, dass Gewinne zu einfach ins steuergünstige Ausland verlagert werden können.

Hier kommen wir wieder auf die bereits oben angesprochenen guten wirtschaftlichen Gründe für die Gründung der Auslandsgesellschaft zu sprechen. Ebenfalls verweisen wir auf die im Rahmen der Funktionsverlagerung diskutierten Aspekte.

In Konsequenz muss der genaue Auftrag der Auslandsgesellschaft gründlich abgegrenzt und abgeklärt sein, damit hier keine teuren steuerlichen Fehlinvestitionen getätigt werden.

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Verrechnungspreise (Transfer-Pricing)

Wir haben bereits an verschiedenen Stellen auf dieser Seite darauf hingewiesen, wie wichtig das korrekte Pricing der von der Auslandsgesellschaft in Rechnung gestellten Leistungen ist.

Bei den Behörden ist man stark sensibilisiert hinsichtlich der Transfer-Pricing-Problematik und eine frühe Überprüfung ist in jedem Fall wahrscheinlich.

Als Faustregel gilt, dass die Preise, welche die Auslandgesellschaft verrechnet, einem Drittvergleich standhalten müssen. Sie dürfen also per se nicht höher sein als die Preise, die lokale Lieferanten berechnen (im Sitzstaat Ihres Unternehmens).

In der Realität müssen jedoch die Verrechnungspreise tatsächlich niedriger sein als vergleichbare Preise am Markt. Denn die Steuerbehörden argumentieren, dass die Auslandsgesellschaft bei der Entfaltung ihrer geschäftlichen Aktivität keinerlei Risiko eingehen muss. Der Auftrag wird ihr „in den Schoß gelegt“. Das muss die Auslandsgesellschaft bei der Preisfindung berücksichtigen.

Freilich lässt sich diesem Problem durch geschickten Einkauf relativ einfach entgegensteuern, vor allem wenn eine Leistung in Rechnung gestellt wird, bei der ein Drittvergleich schwierig ist. Wer kann schon beurteilen, ob für die Entwicklung einer App 100 Stunden oder 10.000 Stunden realistisch sind? Selbst wenn also beim Preis ein deutlicher Abstrich gemacht wird, kann dieser durch Quantität oftmals ausgeglichen werden.

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Ausschüttung

Die Auslandsgesellschaft kann ihre Gewinne nach Steuern an Sie ausschütten. Sie geben diese Gewinnausschüttung auf Ihrer Steuererklärung an und müssen in der Regel darauf Kapitalertragssteuer bezahlen.

Die Auslandsgesellschaft kann die Gewinne auch thesaurieren oder diese in weitere Vorhaben etc. investieren.

Die Auslandsgesellschaft ist ja völlig frei in ihrer Mittelverwendung. Die Gesellschaft kann beispielsweise über Tochtergesellschaften oder direkt Immobilien in Spanien, Deutschland, UK oder wo auch immer erwerben. Sie kann internationale Events veranstalten. Sie kann Darlehen vergeben. Sie kann die erwirtschaften Gewinne in neue Unternehmen und Projekte investieren, in Aktien anlegen oder als Altersvorsorge der Eigentümer thesaurieren.

Welche der Maßnahmen dann tatsächlich ergriffen werden, hängt im Wesentlichen von Ihrer persönlichen langfristigen Strategie ab.

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Nächste Schritte

Gerne können wir Sie zum Thema internationale Steuergestaltung und Auslandsgesellschaften umfassend beraten. Bitte buchen Sie dazu ein Beratungsgespräch. Wenn Sie bereits ein Auslandsvorhaben geplant haben, können Sie uns dieses gerne im Rahmen einer unverbindlichen Potenzial-Analyse zur Kurzprüfung vorlegen.

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